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Use Naobor Theiß

Dezember 01
04:54 2018

Taun Harwst treckt nu doch de Winter al frauh in. De meisten rugen Arbeiten sünd ja daon, bit up dat Reubentrecken. Ach nu kann man doch in Ruhe daogs ein Sett öwere Falldöre kieken. „So heff doch jede Tied sien Bedüen“, dachte Buur-Harm. „Ist Veih versörgt, dann in`ne Köke vör´n warmen Braotaobend an`ne Kaokmaschine sitten. Nu wett de Törf dör`n Schöstein jagg, de Beine hoch uppe Herdstangen und man vör de Riege Kinder Strümpe stricken. De Schäperhund dicht an seine Siet. Of un tau ein lecker Taß Tee. De Piepe in Damp, wat fählt mie taun Glück noch?“ Harm bliede rundumtau gaud taufrä. Gaor kien Vergliek hoch un dröge sitten of denn ganzen Dag achtern Plaug loopen. In dei Tied besünners groot Glück wenn man nette, leiwe Naobers heff. Öwer Naoberproot kun Harm sik nich beklaogen. Theiß, wo hei sik gaud mit verstünd, stünd bi üm oft uppe Matte. De Hann achter de Hosenträger schöw`n Haut in Nacken, priemde manchmal sogaor Kautabak, röp dann van wied`n: „Dröff ik drinkaomen? Of stör ik?“ Hei wör immer gaud gelunt, wüß völ tau vertellen. Seet aober uk vull Geck un Schaobernack. De Kinner wörn üm dei Tied noch oft bi de Schaolarbeiten. Theiß har mit Kinner ne Masse up. Spaoßig frög hei sofort ein van dei: „Wat maok`s vör`n Gesicht? Is dat so stur? Süggs ut as wenn et drei Daoge Brei rägen will. Oder du schriffs ja hebräisch, dat kann man van vörn un achtern läsen.“ Harm sien Frau röp oft: „Theiß, lehr ehr nich noch mehr Dummheiten!“ „Mensch Theiß“, frög Harm. „Du male Kerl! Vull Nücken un Töge, wor heß du wol bloß diene leiwe, ruhige Frau kennenlehrt?“ „Harm, ganz einfach, ik will di seggen, per Anhalter.“ „Och, do gewt ja noch kien Autos.“ „Dat nich“, Harm. „Ik heb bi mien Schwiegermauder üm ehre Hand
anholl´n.“ Theiß lachde. De Kinder vertellde hei noch ne andere Begäbenheit: „Ik möß damols als Lehrjung uk maol eine Räcknung schriewen. Mien Chef wull dat. Du moß dat uk lern. Wie harn bi eine Familie Pieper ein Blick an´n Ofen anbröcht. Nu de Räcknung. Ik schrew do: Für Herrn Pfeffer was hinterm Ofen gemacht, Kosten 30 D-Mark. O de Chef worde grell! Die Spitze! Un dann auch noch bei Pfeffers. Ik sä: „Darf doch Pieper nicht auf Plattdeutsch schreiben, das geht doch gar nicht.“ Ein anner maol vertelde Theiß: As ik so`n Jaohr of twölven wör, weit ik noch, schickde Mama mi in ehre Not bi nachtschlaopentied noch nao Dr. Simmel. Use Papa har so leip Buukpien un möß nödig Medizin hebben. „Bestell man`n ganz leiwen dicken Gruß un klingel düchdig, dann klappt dat viellicht“, sä Mama. Bi Dr. Simmel ankaom, dor wör all Nachtruhe. Hei reet bi dat Getöse dat Fenster löß: „Was is los?“ „ Ik do, Doktor. Use Vaoder heff so leip Liefseer, hei brukt ganz nödig Medizin.“ Un aals heff gaud klappt, up`n Trüggeweg füllt mi in: „Oh du heß ja gor kien leiwen Gruß öwer bröcht!“ Ik wer retour. Bi Doktor schellt, dat Fenster güngt weer lös: „Verdammt, was ist jetzt schon wieder?“ „Oh Doktor, ik sull jau noch`n feinen Gruß bestellen, hebb ik ganz vergäten“. Do röp Doktor Simmel: „Deine Eltern können mich mal am Arsche!“ Mehr hebb ik nich verstaohn. Ünnerwägens güng mi dörn Kopp: Wo sall dat taugaon? Söll Papa dor nu hen kaomen? Of will de Doktor dortau bi us koamen? Ik noch weer taurüge. Wer düchtig uppe Klingel drückt. Oh wat do köm“, sä Theiß, „ik schwieg doröwer. Nu mot ik drock nao Huus, Gaud goah`n, Harm. Bit morgen!“

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Diese sollte über das Vereinsleben berichten, interessante Themen aufgreifen, Ratschläge erteilen, aktuelle Vorschriften und Tipps behandeln.

Der „Gründungs-Redaktionsstab“ erstellte die Fidibus-Hefte Nr. 1 bis Nr. 51 im Zeitraum vom September 1997 bis März 2010.

Der zweite Redaktionsstab gab von Juni 2010 bis November 2012 die Hefte Nr. 52 bis Nr. 62 heraus.

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