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Plattdeutsch Ostern

Juli 18
00:06 2018

De lange, malle, lusige Winter is bold vörbi, un dat ruckt all weer na Vörjohr. Un wenn de Sneei neet mehr so recht liggen blieven will, denn is ‚t ok bold Oostern.
Ik denk hen un weer geern noch maal an uns Oostertied torügg, as wi noch Kinner weern. An dat Eiersöken in d‘ Tuun. Ok noch an de Tied later, as wi all lang wussen, dat de „Oosterhaas“ in uns Tuun neet west is. Uns Vader harr de Nüsten good verstoppt un dat weer neet so eenfach, al de Eier und dat Snökerkram to finnen. We harr’n meesttied so ’n halv Stünn to doon, bit wi dree Jungs elk so fief, seß Eier in uns Köfke harr’n. De meesten weer’n bruun, van Skelottenfarv, man later weern denn ok ’n poor bunten doorbi.—Denn gung dat weer herin in de warme Köken. Uns Moder harr de Disk intüsken moi torecht maakt. Door leeg denn ok noch wat to Schlickern up d‘ Tafel un elkeen kreeg twee, dree weekgekaakte Eier, un Wittstut mit Eerdbeeimarmelaad, un Krinthstuut mit goode Botter. Dat hett good smaken! Man denn mussen wi herut, in Lohlkers Land, glieks tegenaver, hen to Eiersketen. Immer van een Kant na de anner dwars dör dat Land un weer torügg. Dat Land weer ja noch natt un week von de völe Regen un Sneei un meesttied weer’n d’r een, twee Eier doorbi, de besünners lang heel bleven un door weer’n wi denn düchtig stolt up. Ik weet noch, ik harr maal een lüttjet bruun‘ Ei, dat weer eenfach neet kött to kriegen, ik harr all stünnenlang van een Hörn na de anner smeten, man mien lüttje weer immer noch heel.

Lüttje Hermann, mien Brör, weer ok all in d‘ Land man he kreeg dat mit dat Eierscheten noch neet so recht hen, doorum weer he ja ok immer bi uns, sien „grote“ Brörs.
In d‘ Loop van de Vörmiddag harr ik denn haast al mien Eier köttsmeten un upeten un ok van al mien Frünnen harr d’r haast keen mehr een, bit up mien „Bruune“, de weer immer noch neet kött. So haal ik denn noch maal so richtig ut un schoot mit vuller Kracht as wied as ik kunn, man Hermann stunn mi in d‘ Weg un so gung mien „Bruune“ een bietjet ut de Richtung. Päng, sää dat, ohgottohgott, wat nu, ik harr utgerekent Mester Flöhrke genau an d‘ Achterkopp truffen. Ik dreih mi fell um man ik hör noch as Flöhrke brullde: „Wer war das!?“ –- „Nüms“, doch ik noch so, man uns lüttje Hermann sää luud un düdelk: „Das war mein Bruder Hans!“— He weer immer düchtig stolt up sien grote Brörs, un so doch he woll, dat ik besünners good smeten harr. Alleen Mester Flöhrke weer heelneet so blied un ik kunn man sehn, dat ik weg kwem. Lopen kunn ik ja good man ik muß noch dör d‘ Stiekelwier un dorbi reet ik mi ’n groten Winkelhaak in mien neje Sönndagsbüx.
„Düfel ok, so ’n Schiet“, doch ik, „nu is Ostern vörbi!“

 

 

 

 

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