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Heimat

April 26
17:45 2015

 

Heimat ( von Rosi Bruns)

 

„Üm aals in de Welt kann dat, of dröm ik?“ denkt Gerd. Jao, dat wör hei un nu bleef hei uk noch staohn. „ He Sie,“ jaohnde Gerd. In`n Nu dreiht de Mann sik ümme. „Oh Hein Schulz, büst du dat?“ So güngt vörigen Sommer in`n Urlaub in Venedig. Ik stödde dor up mien besten Schaulfründ. „Dag Hein, kenn´s mi noch wer?“ Dei keek mi verfehrt von unnen bit baoven an. Hein schlög sich vörn Kopp, „sun Taufall!“ „ Mein Zeit Gerd, die hebb ik hier ja nich verwachtet.“ „ Proot ik nu noch mit Kripohauptkommisar Hein Schulz?“ frög Gerd. „De Tied is wän, ik bün Pensionär,“ kontert hei. „ He ole Bursche ut`t Emsland“ sien Handschlag wör nich so knapp,sträwig as ne Kriegserklärung. „ Junge jao, dor kaomt nu aower Heimatgefeuhle up. Kerl, wo sütt in`t Emsland ut, Gerd?“ „ Dat geiht woll so völ, is sowiet aals upstää. Wat ligg dor`n lange Tied tüsken, wie hebbt us ganz u`te Oogen verlorn.“ „Hein Hein, tausaom in`n Sandkasten spölt. De Schauljoahrn dörstaohn, use Lehrtied bienander wän. Dann so van ein Dag up`n annern, heff die dat nao Berlin verschlaon“ „ Dat güng Hals öwer Kopp, Gerd. Mi worde ein Ultimatum stellt, ik möß mi drock entschluten. Denn Posten löt ik mi nich döre Nöse gaohn. So aohn Gedau un groten Afschied güngt öwert Hoge“ vertellde Hein. „ Is mi uk stur falln.

 

Die Jopp wör verdammt bloß völ maol nix as Streß un Hektik. Dat Weike un Hartlicke geiht meist unner. Mags glöben, Heimaot is Heimaot. Mi fählden dei Plattschnackers. Dat is doch wat anners as dor dat Icke, Icke. Har ik miene Frau nich kennenlehrt, wör ik viellicht noch wer trügge kaomen.“ Up einmal klüng hellet Lachen ut`t Gesicht. „Ja Gerd, so ist. Use gaude

 

 

 

ole Tied sall läwen. Weiß noch us wör freuher kien Boom tau hoch.

 

Die Jopp wör verdammt bloß völ maol nix as Streß un Hektik. Dat Weike un Hartlicke geiht meist unner. Mags glöben, Heimaot is Heimaot. Mi fählden dei Plattschnackers. Dat is doch wat anners as dor dat Icke, Icke. Har ik miene Frau nich kennenlehrt, wör ik viellicht noch wer trügge kaomen.“ Up einmal klüng hellet Lachen ut`t Gesicht. „Ja Gerd, so ist. Use gaude ole Tied sall läwen. Weiß noch us wör freuher kien Boom tau hoch. Wi sünd döre Wälder ströpt, wull`n Katekers fangen. De Büxen kaputt un aobends gewt Kabiet. Wat öller, dei jungen Jaohrn harn wi Taugang an Vereine, Clubs un Stammdiske. Ne, wat doch ein Geck. Schwack upe Bost dröffden wi nich wän in die verrökerten Kneipen. Ik wull, man kun de Tied wer taurügge dreihn. Kun´s Bäuke van schriewen. Nu hebbt wi de Seßtiger all achter us, de Kinner groot. Wi wert al schwacker upe Oogen, un bi Anstrengungen kaom wi all wat ute Puste. Dat beste Enne Brot hebb wi nu all up. Et geiht kien Weg drüm tau, dat Läben is aß`n Wust, heff bloß twei Ennen.

 

 

 

 

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