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Narkose im höheren Alter

März 01
05:39 2019

für Arzt und Patient eine besondere Herausforderung

Der demographische Wandel ist in aller Munde. Die stetig steigende Lebenserwartung und die geburtenstarken Jahrgänge der heute 40- bis 50-Jährigen führt zu einer Umkehrung der Alterspyramide. Für die Kliniken bedeutet dies, sich immer mehr den Anforderungen der speziellen medizinischen und pflegerischen Betreuung dieser Patientengruppe zu stellen. Durch den medizinischen Fortschritt in der Diagnostik und Therapie vielschichtiger Erkrankungen werden auch komplexe Eingriffe im fortgeschrittenen Alter möglich. Natürlich stellt sich stets die Frage, nach welchen Kriterien hochbetagte Patienten behandelt werden und, ob jede mögliche Therapie auch sinnvoll und in ihrem Sinne ist. Zumal die Patienten aufgrund einer fortschreitenden demenziellen Erkrankung die Tragweite solcher Entscheidungen nicht immer selbstbestimmt treffen können. Entscheidend für einen komplikationsarmen Verlauf und eine schnelle Genesung ist dabei nicht das kalendarische, sondern das biologische Alter. Der 70Jährige, der bereits aufgrund eines Diabetes mellitus schwere Gefäßschäden mit koronarer Herzerkrankung, Herzinfarkt und Schlaganfall erlitten hat, ist sicherlich eher ein Hochrisikopatient für Komplikationen als der gesunde 80Jährige, der aktiv Sport treibt. Moderne Narkoseverfahren werden heute mit sehr gut steuerbaren Substanzen durchgeführt, die die Herz- und Nierenfunktion kaum beeinflussen. Die früher üblichen Narkosen mit Narkosegas werden heute mit intravenösen Medikamenten kombiniert, damit herzkranke Patienten mit einer schlechten Herz- und Nie
renleistung sicher anästhesiert werden können. Die Fortschritte der Sonografie („Ultraschall“) ermöglichen heute durch hochauflösende Ultraschallgeräte eine punktgenaue Darstellung von Nervenstrukturen, die mit einer niedrigen Dosierung von lokalen Betäubungsmitteln blockiert werden können. Dies ist eine effektive Methode zur Einsparung von Narkosemitteln, die immer in den Stoffwechsel des zentralen Nervensystems (Gehirn) eingreifen. Zudem führt diese Vorgehensweise zur wirksamen Einsparung von den nach der Operation verwendeten Schmerzmitteln — vor allem morphinhaltigen Präparaten, die zu Verwirrtheit und Übelkeit führen können. Verwirrtheit (medizinisch auch „Delir“ genannt) und Merkfähigkeitsstörungen werden häufig in den Narkosevorgesprächen von Patienten und Angehörigen thematisiert. Man nimmt heute an, dass bestimmte Medikamente, die häufig zur Beruhigung vor Operationen gegeben werden (sog. Benzodiazepine, z.B. Valium), das Entstehen begünstigen. Klar ist aber auch, dass im Alter die psychische Anpassungsfähigkeit an neue Situationen, wie der als bedrohlich empfundene Krankenhausaufenthalt, der Verlust von gewohnten Bezugspersonen und der geregelte Tagesablauf, einen akuten Verwirrtheitszustand begünstigen. Ärzte und Pflegekräfte, Physiotherapeuten und Betreuungspersonen auf den Stationen arbeiten heute in Behandlungsteams zusammen, um für den Patienten einen optimalen, individuellen Behandlungsverlauf zu gewährleisten und die Zeit des Krankenhausaufenthaltes so kurz wie möglich zu halten.

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