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Jochens Haut

August 30
14:04 2014

Solang as Jochen Rentner wör, wör hei in`t Dörp ein Mann vör aale Fälle. Mit sik un de Welt taufrä hülp wor hei kunn. Et gew nix wo hei gornigs van verstund. Well kennde üm nich? Har alltied sien sülwigen Dress an, sien besünneret Markenteiken wör aober sien Haut. Anseihnlick wör de Koppdeckel all lange nich mehr. Verfarwt gries un wat speckig, har boll kiene Form mehr. Siene Jacke kneep uk rein wat üm`n Buuk tau. Sien bliede Gesicht un siene Hülpe in Not möken üm in dat Dörp so beliebt. Aale wörn bliede mit üm. So har hei besünners drock Wark uk siene Arbeit üm`n Huuse un in`n Gorn noch henntaukriegen. Aobens von seß bit söben köm aower siene Gymnastikstunde. Dei wör üm heilig. Dann de Piepe in Damp, mök Jochen eine Fohrradtour öwer Feld un Waldwäge vörbi an Alleen van Wittdornbüske, Haogebuttenstrüker un Wisken mit Blaumenteppiche. Denn letzten End güngt noch döre Stadt. Oh, well trüff hei dor nich aale, ein mundvull prooten un wieder güngt. Eines Daoges meinde siene Lisbeth: „ Ick heb die em so beluurt. So kann`s du nich mehr losföhrn. Du süggs mit diene ole Jacke un Haut ja ut as`n Tünnschojer. Ne Jochen, los mit, nu wett Haut un Jacke nei köfft. Kiek dien verbulten Haut mol an. Schluß, wat Neies kump her. Ick mot mie ja vör die wat schaomen.“ Aals wat Jochen noch meinde: „ Oh, mott dat wän? Aale kennt mi so, laot mi doch. Du wullt doch woll kien Graofen ut mi maoken.“ Hülp nix, Oogen tau un dör. „ Miene Regierung deit wat se will“, güngt üm dörn Kopp. „Aber mien Haut, de kump nich in`n Plünnensack, dor paß ick vör up! Dor finn ick ein Versteck vör.“ Nu wör`n se in`n Laoden an`t Anprobeiern. Rinn in`ne Jacke, rut  ute Jacke. Mit denn Koppdeckel net so. Gefallen dö üm dor nix van. Dat Urdeil wör spraoken. „ Dat steiht die gaud un kump mit. Betaohlen un af de Post.“ Oh, wat müß Jochen sick an dat Tüch gewöhnen, dat füllt stuur. Sienen olen Haut nöhm hei immer stillkens gau ut dat  ole Schapp un up`e Pläte  dormit. Ower siene Jacke tau tusken wör all wat leiper. Eines gauden   Daoges bi de Arbeit keek Jochen up sien Klocke: „ Wat so laote al?“ Streek hei sick anne Büxe runner, trück de gaude Joppe an, denn olen Koppdeckel up, de Piepe köm derbe in Brand un hei dreide siene Runden. Dat letzte Ende güng döre Stadt. Oh je, wat wör dor los? Mensken as up`n Jaohrmarkt. Halfwassen Jungs speerden üm boll denn Padd af. Jochen dachde: „ Nu man de Hannen an`t Stüür, stoppde vör Uprägung drocke, siene heite Piepe vörn in`e Bosttaske. Upmaol köm üm ein Mann in taumeute, dei röp: „Hallo, hallo! Sie Herr, sie brennen ja.“ „Mien Gott“, denkt Jochen, „ wat will de male Kerl?“ Oh je, jao.  Hei kick an sick runner, ein Lock in de Bosttaske, et stunk as der Deubel. „Ja üm aals in`e Welt, mien neie Stück, wat nu? Wat segg Lisbeth? Nu is gaude Raot düür. Nu mot ick man dei neie Jacke uk einfach noch verstoppen, wat bliff mi aower? Un de ole mot wer an.“ Lange heff de Zirkus nich gaud gaohn, do platzde  de Bombe. Siet dei Tied is Jochen wär fein nei inklett, sogaor de Haut paßt as Deckel up`n Pott. Nich tau glöben, Lisbeth un Jochen mokt nu von seß bit söben aobends ganz moe tausoam ehre Ralleytour. Lachend meint Lisbeth: „ Nich roken, Jochen, dann wett di tau warm. Viellicht is Bewägung uk gaud vör miene Gesundheit.“

 

 

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